AURACH/HOCHBRÜCK (an) – Das Bogenschießen ist bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil des Schießsportes in der Region. Der neueste Trend in den Schützenvereinen ist derzeit das Blasrohrschießen. Hier ist die Blasrohrabteilung der  Schützengesellschaft (SG) Aurach 1955 e.V. derzeit besonders erfolgreich. Zuletzt gab es unter anderem zwei erste Plätze bei einer offenen Meisterschaft, den 3. Blasrohr-Open des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) auf der Olympiaschießnanlage Hochbrück bei München.

Ebenfalls bereits erfolgreich waren die insgesamt 18 Schützinnen und Schützen bei Wettbewerben in Feucht, Bamberg oder Mannheim, so der Abteilungsleiter Michael Leis. Diese Leistung sei umso erfreulicher, da es das Blasrohrschießen erst seit Januar diesen Jahres beim Auracher Schützenverein gäbe. Angefangen habe alles mit drei Aktiven aus Neugier, daraus sei aufgrund der erzielten Erfolge schnell eine richtige Abteilung geworden, deren Mitglieder auch sportlichen Ehrgeiz entwickelt habe, so deren Leiter.

Aufgrund des steten Zuwachses habe man im Keller des Schützenheimes einen alten Luftgewehrstand mit Seilzug zu einem Blasrohrstand umgebaut. Dort kann nun auf Distanzen von bis zu zehn Metern geschossen werden. Beim Blasrohrschießen betrage die Wettkampfdistanz bei Kindern von bis zu zehn Jahren fünf Meter, für Damen, Senioren und Menschen mit Handicap betrage die Distanz sieben Meter und nur die Herren schießen auf zehn Meter auf die rund 20 Zentimeter großen Zielscheiben. So sei das Blasrohrschießen für jedermann geeignet und könne zudem ganzjährig betrieben werden, darüberhinaus aufgrund der geringen Anschaffungskosten ideal für Neueinsteiger oder als Ergänzung etwa zum Schießen mit Luftgewehr oder -pistole.

Dass sich beim Blasrohrschießen Jung und Alt, Mann und Frau erfolgreich sportlich betätigen können, zeige jetzt auch die Bilanz des 3. BSSB-Blasrohr-Open in Hochbrück, so Michael Leis. Der Auracher Verein sei dort mit 14 Teilnehmern aufgeschlagen. In der Herren-Klasse belegte der Abteilungsleiter mit 561 Ringen Platz zwei, besser war nur sein Mannschaftskollege Sebastian Frey mit 569 Ringen. Einen weiteren ersten Platz holte sich Richard Bohrer beim Wettkampf für Schützen mit Handicap (550 Ringe). Bei der Blasrohr-Jugendwertung (m/w) kam Dennis Leis mit 551 Ringen auf Platz drei, beste Platzierung bei den Damen war Platz neun für Sabine Wagner (522 Ringe) sowie bei den Senioren für Günther Marsch Platz sieben (553 Ringe).

 

Für die Mannschaft der SG Aurach (im Bild die 14 Wettkampfteilnehmer und ihre Fans) gab es beim 3. BSSB-Blasrohr-Open in Hochbrück jetzt unter anderem zwei 1. Plätze. (Foto: von Privat)

 

Wer Lust hat, das Blasrohrschießen in Aurach einmal selbst auszuprobieren, könne jederzeit zum Training der SG Aurach kommen, so Michael Leis. Der Blasrohrstand sei immer sonntags ab 19 Uhr geöffnet. Gerne mache er mit seiner Abteilung auch „Werbung“ für diesen noch recht unbekannten Schießsport, so Leis. So stünden seie Schützinnen und Schützen durchaus auch in anderen Gemeinden oder bei anderen Schützenvereinen für Demonstrationen zur Verfügung (Anfragen an: Michael Leis, 09804-824).

 Knapp 90 Blasrohrschützen stellten auf der Olympia-Schießanlage des BSSB in Hochbrück bei München ihr Können unter Beweis. (Fotos: © Michael Leis)

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