HERRIEDEN – Die Schützen der Region feierten sich und ihren Sport am vergangenen Sonntagnachmittag in Herrieden. Dort ging das 66. Gauschützenfest im Rahmen des Kirchweihsonntags über die Bühne. Über 1.000 Schützinnen und Schützen aus fast 60 Vereinen nahmen daran teil. Höhepunkt des Festaktes war die Proklamation der neuen Gauschützenkönige.

Der Festzug mit insgesamt sechs Blaskapellen und den drei Herrieder Stadtsoldaten an der Spitze zog sich nach einem Salut der Böllerschützen vom Großparkplatz eines Küchenherstellers durch das Industriegebiet über die Innenstadt hinaus auf den Festplatz an der Altmühl. Vor allem im Stadtkern jubelten zahlreiche Schaulustige dem Festzug und seinen Teilnehmern zu. Im Festzelt angekommen, wurden die Fahnenabordnungen der insgesamt 57 Schützenvereine von Gauschriftführerin Simone Wellhöfer begrüsst. Anschließend übernahm Gauschützenmeister Matthias Albrecht die Moderation auf der Bühne. 

Schirmherr Landrat Dr. Jürgen Ludwig lobte in seinem Grußwort das Schützenwesen in der Region. Der Festzug zeige, das im Schießsport „Jung und Alt, Männer und Frauen, Einheimische und Zugezogene sowie Evangelische und Katholiken“ ein gemeinsames Zuhause hätten, die Schützen seien somit „etwas Besonderes“, betonte er und übergab anlässlich des Festes einen Spendenscheck. Hausherr und Bürgermeister Alfons Brandl freute sich unter anderem – mit vom Kirchweihtreiben hörbar angegriffener Stimme – dass das Gauschützenfest einmal auch in seine Stadt gekommen sei.

Gauschützenmeister Matthias Albrecht dankte in seiner Ansprache den drei Schützenvereinen Leibelbach-Heuberg, Elpersdorf und Oberdachstetten, die heuer das Gauschießen zusammen ausgerichtet hatten, für deren Einsatz. Insgesamt hätten sich 847 Schützinnen und Schützen daran beteiligt. Ein besonderes Dankeschön gab es für den Schützenmeister des SV Leibelbach-Heuberg, Georg Schimmel für die Unterstützung bei dem vom Schützengau organisierten Gauschützenfest.

Zusammen mit seiner Stellvertreterin Andrea Herrmann kürte der Gauschützenmeister die Gewinner beim Schießen auf die „66er-Scheibe“, die eigens zum 66. Gauschießen gestiftet worden war. Auf Platz eins kam hier Felix Büchler (SV Oberdachstetten), gefolgt von Simone Riegel (SV Berglein) und Christa Wieserner (SV Elpersdorf).

Als neue Gaujugendkönigin wurde anschließend Daniela Baumgärtner von der Schützengruppe (SG) Elbersroth gekürt. Mit einem 50,6-Teiler hatte sie ihre Vorgängerin Alexandra Weis (SV Rauenzell) entthront. 1. Ritter wurde – in Abwesenheit – mit einem 79,6-Teiler Alex Maik Lorenz (SG Bruckberg), 2. Ritter wurde mit einem 84,1-Teiler Kevon Gruber (SV Germania Unternbibert).

Auch Gaukönigin 2017 Tamara Hüttner (SV Vorderbreitenthann) hatte ihren Titel nicht verteidigen können. Als Nachfolgerin hatte sich Angelika Lechner vom SV Leibelbach-Heuberg mit einem 13,0-Teiler qualifiziert. 1. Ritterin wurde hier mit einem 29,4-Teiler die Gaujugendleiterin Doris Scheuber (SG Weihenzell). 2. Ritterin wurde mit einem 39,2-Teiler Alexandra Heller von der SG Edelweiß Burgoberbach.

Auch beim Posten des Gaukönigs gab es einen Amtswechsel. Wolfgang Kehrberger (SV Flachslanden) gratulierte seinem Nachfolger Erwin Christofori von der Schützengilde Rothenburg. Der langjährige Schützenmeister hatte sich mit einem 6,1-Teiler gegen die Konkurrenz durchgesetzt. 1. Ritter wurde der stellvertretende Gaujugendleiter Kevin Merkel (SG Falke Sachsen) mit einem 31,1-Teiler. 2. Ritter wurde mit einem 57,5-Teiler Helmut Kopp von der SG Frohsinn Wiedersbach.

Die weiteren Preise der Gaukönige werden heuer erstmals im Rahmen eines „Schützenballs“ verteilt, der am Samstag, 17. November im Ansbacher Onoldia-Saal Premiere hat. Dann werden auch die neuen Gaukönige im Spalier der Vereinskönige feierlich begrüsst. Die sonstigen Pokale sowie Geld- und Sachpreise des Gauschießens waren bereits im Rahmen einer Schützenmeistertagung in Colmberg übergeben worden. Den Abschluss des Gauschützenfestes bildete das gemeinsam angestimmte Frankenlied und ein Walzer der neuen Gauhoheiten vor der Bühne.

 

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